top of page

Yoga – mehr als heiße Studios und hippe Trends

  • Autorenbild: SatyaVidya
    SatyaVidya
  • 8. Dez. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Yoga ist weit, weit mehr als körperliche Übungen oder trendige Kurse wie etwas Hot Yoga, Bikram oder Bier Yoga. In den alten Yoga-Schriften, darunter etwa das Yoga Sutra von Patanjali, die Hatha Yoga Pradipika, im Besonderen die Bhagavad Gita, die Upanishaden, die Devi Upanishad und die Gheranda Samhita, wird Yoga als ganzheitlicher Weg beschrieben. Eben ein Weg der Körper, Geist und Seele miteinander verbindet. Die unterschiedlichen Yoga-Wege wie Raja Yoga, Bhakti Yoga usw. – mehr als heiße Studios und hippe Trends Sakti Yoga, Karma Yoga, Jnana Yoga und die Yoga-Stile wie Hatha Yoga, Vinyasa Yoga, Bikram Yoga, Yin Yoga und Kundalini Yoga zeigen, das Yoga weit über die „superduperdollen“ Asanas hinausgeht. Yoga ist Meditation. Yoga ist Achtsamkeit. Yoga ist Atem. Yoga ist spirituelle Praxis. In diesem Artikel erfährst du, wie Yoga in seiner ursprünglichen Tiefe praktiziert wird und warum es eben mehr ist als „nur“ ein Fitness- oder Lifestyle-Trend.

Schreibst, sprichst oder erzählst Du über Yoga, dann denken viele sofort an stylische Studios, exotische Kurse, wie z.B. Hot Yoga, Bikram oder sogar Bier-Yoga. Manches davon schmerzt mich. Denn für mich fühlt sich das oft wie ein verzerrtes Bild an, eine Reduktion auf ein Mainstreamprodukt, von etwas, was so tief und umfassend ist.


Meine persönlichen Erfahrungen in modernen Yogastudios


Meine eigenen Erfahrungen in einem der größten und bekanntesten Studios und in Kursen, war ernüchternd. Ein Raum voller Menschen, es war eng und die Asanas wurden in einem drillähnlichen Tonfall angeleitet, was so rein nichts mit der Praxis von Achtsamkeit zu tun hatte. Nun solltest Du wissen, dass ich nicht zu den Gazellenfrauen gehöre, aber das nur am Rande. Dieser Drill, ein paar Blicke und ein paar wilde Antworten, die ich daraufhin erhielt, nachdem ich die Yogalehrerin informierte, dass ich nicht mehr komme – brachten mich dazu die Kurse nicht weiterzumachen.


Also dachte ich mir „na dann mach doch eine Ausbildung“, ja dachte ich und begann ich auch. Eine Ausbildung extra für Nicht-Gazellen-Frauen. Diese Ausbildung fand bei einer Yogalehrerin in ihrer Wohnung statt, wogegen erst einmal nichts sprach, bis auf die Katzenhaare, den Katzengeruch und die Tatsache, dass eine Yogalehrerin als Gast da war, die zu den Gazellenfrauen zählte und wir in der Gruppe eben nicht. Ach, mehr mag ich gar nicht darüber schreiben, außer, dass ich die Ausbildung nicht beendete. Du kannst keine Asanas als Nicht-Gazellen-Frau machen, wie eine Gazellenfrau und vorführen lassen muss ich mich eben auch nicht.


Kommen wir zurück zum Yoga an sich, in keiner der klassischen Yoga-Schriften steht geschrieben, dass Yoga ein Wettkampf, eine Pflichtübung oder gar ein Optimierungsmodul ist.


Ehrlich erschütternd für mich waren die Videos aus den Yogaausbildungen in Indien, Bali oder von anderen Orten. Immer wieder sah ich darin Darstellungen, in denen der Körper immer extremer positioniert wurde, immer mehr gedreht und gedreht, gestreckt. Ja, ich weiß – keine Gazellenfrau. Aber ich frage mich wirklich „ist das der ursprüngliche Sinn von Yoga“. Klar an die Grenzen kommen und manchmal darüber gehen um „zu wachsen“ kann Sinn machen, aber hey muss es nicht. Ich möchte niemandem zu nahe treten – oder doch? Doch für mich wirkt es weit entfernt von dem, was Yoga vermitteln wollte, will. Eben die Verbindung von Körper, Geist und Seele und nicht die Perfektion in Persona oder Bildern.


Vertrauen in die Praxis: Bauchgefühl und Lehrerinnen als Wegweiser

Die Asanas, die körperlichen Übungen, sind nur ein Bestandteil des Ganzen. Sie unterstützen uns, den Körper zu stabilisieren, den Atem zu harmonisieren und den Geis zur Ruhe zu bekommen. Das Geheimnis daran, welches keines ist – die Asanas sind die Vorstufe von Allem, denn die stille Meditation, die danach kommt, ist es eigentlich, warum ich & die Asanas sich überhaupt treffen.


So frage ich Dich: „Brauchst Du wirklich den Druck von außen, die Perfektion? Oder lebst Du das nicht bereits im Alltag ausreichend?“


Ja, ich weiß, es gibt immer mal wieder so ganz blöde Fragen. Ich beanspruche auch nicht, die „richtige Art von Yoga“ zu kennen. Aber ich vertraue meiner Intuition, also meinem Bauchgefühl und meinen LehrerInnen, die mich inspirieren/ten.


Das führt mich tiefer in die Yoga Praxis, auf eine Art und Weise, die sich für mich echt und stimmig anfühlt. Und übrigens zu den passenden LehrerInnen.


Genau aus diesem Grund ist es mir wichtig

  • Yoga braucht kein hippes Etikett.

  • Yoga braucht keinen supertrendigen Namen.

  • Yoga braucht keine perfekte Kleidung.


Alles, was es braucht, ist eine ehrliche Hinwendung zu Dir selbst – Deinem Atem, in deiner Bewegung, in deine Stille. Eben im Sein.


Mh, vielleicht ist es gerade diese Einfachheit, die im hippen, trendigen, modernen Yoga-Boom verloren geht.


Genau das möchte ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen

Yoga ist ein Übungsweg, der mich tiefer ins Leben führt. Nicht für Perfektion. Nicht für Andere. Sondern in eine Verbindung mit mir und in mein Inneres. Das teile ich eben auch in meinen Gruppen.


Fazit ~ Yoga beginnt im Inneren


Ein Weg, der Geduld. Achtsamkeit und Hingabe. Der lehrt und zeigt, dass wahres Yoga immer im Innen beginnt. Inzwischen habe ich eine kleine Yogaausbildung gemacht, vermutlich folgt noch eine, aber im Tempo meines Körpers, meiner Seele und meines Geistes.


Und Du musst keine Gazellenfrau sein, denn Du musst gar nicht alle Asanas können!


Inzwischen habe ich mich auf den Weg gemacht, eine erste Yogatrainerausbildung habe ich bereits abgeschlossen, weitere werden sicherlich folgen. Warum? Weil ich dieses Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele einfach mag.


„Yoga beginnt dort, wo das Streben nach Perfektion endet.“


Fotos von Nate Johnston und Photo Genius by Unsplash.com

 
 
 

Kommentare


Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Bitte den Website-Eigentümer für weitere Infos kontaktieren.

Gelebte Praxis & Teachings für Körper, Geist & Seele

SatNamSatyaVidya.png

Kontakt satyavidya108(at)gmail.com

Namaskar.png

All Content © Copyright SatyaVidya 2026. All Rights Reserved.

bottom of page